Vorbereitungen

Frühlingsanfang 2018

Und es schneit draußen. Es riecht trotzdem gut, sieht immer schön aus wenn es schneit, eine Ruhe und Anmut durchstreift das Stadtbild in der Dämmerung. 

Am Freitag hatten wir das Wohnmobil bekommen. Es war ein schöner, warmer Tag, wir nahmen zusammen mit dem Bus aus Konstanz zu den Verkäufern und ließen uns noch einmal alles erklären. Im Anschluss fuhren wir mit dem neuem Auto auf die Insel Reichenau und tranken dort am Strandbad ein Glas Sekt in der Abendstimmung. Es war großartig! Natürlich lief als erstes Thomas D, dann Daftpunk und später REM im Auto. Soundtrack of my Life… Naja, habt eben gepasst  

Wir kauften uns auf dem Heimweg noch ein paar Gasflaschen und ein paar andere Dinge, bevor ich Annette und Lunis nach Hause gebracht hatte und dabei die Winterreifen und ein paar andere Dinge im Keller irgendwo verstaute. Darauf folgte die endlose Suche nach einem geeigneten Parkplatz. Ich suchte und probierte und fluchte und hoffte lange, bis ich schließlich mich geschlagen gab und den Wagen auf einem bis zum Morgen kostenlosen Parkplatz führte. Tags darauf sah ich mich so allerdings wieder genötigt, den Wagen abermals umzuparken. Dafür muss es bessere Lösungen geben! Leider bekommen wir keinen Anwohnerschein für das Wohnmobil, aus welchen Gründen auch immer limitiert die Stadt dafür das Angebot, und wir gehören offensichtlich nicht zu den Ausnahmen.

Dann ging es endlich los Richtung Alpstein, über die Grenze auf langsamen Landstraßen in den Schnee…

Wir haben unsere erste Nacht nun auch im Wohnmobil verbracht, bei Schnee und starkem Frost haben wir den Witterungen munter getrotzt. Nur leider nicht den Ochsen, die nachts auf dem Parkplatz sich ein Rennen geliefert haben und direkt vor unserem Wohnmobil geslidet sind. Was für eine absurde Unterbrechung der Idylle im Schnee, einsam auf der Schwägalp in 1.300 Meter Höhe unterhalb des Säntis. Es war trotzdem schön, auch wenn die Nacht reichlich turbulent war und Annette sich große Sorgen machte, dass eines der Autos in uns hineinfahren würde. Der Spuk ging bis halb vier, als ich schließlich hinaus ging und Alarm machen wollte, sind sie plötzlich verschwunden…

Es war warm genug, die Standheizung funktionierte wunderbar, und auch die Winterausrüstung lud uns zum Wintercampen ein. 

Wir hatten schöne Momente im Schnee, als wir abends den Laternen-Pfad durch den Weißen Wald entlang gewandert sind, und auch als wir morgens im Tiefschnee mit den Langlaufskiern unterwegs waren. Wir zogen Lunis mit dem Schlitten und machten diverse Schneeballschlachten (arme Mama), auch einen, allerdings recht kubistischen Schneemann haben wir neben unserem Wohnmobil gebaut.

Wir herrlich war es im Wohnmobil zu sitzen und Kaffee zu trinken, dabei den Blick in die verschneite Schneewelt.

Wir aßen Nudeln und Gemüse einfach aus einem Topf und gingen auch sehr zeitig zu Bett. Als wir morgens erwachten, bei Dämmerung, war es unfassbar schön…

Eigentlich hat alles ganz gut geklappt, nur der Kühlschrank funktionierte nicht, aber das ist bei den Temperaturen ja auch nicht weiter wild. Probleme bereitete uns eher der viele Schnee, ich musste sehr viel freischaufeln, damit wir, mit einigem Anlauf und auch erst im zweiten Versuch, die geräumte Passstraße erreichen konnten. Wir hatten zwar Schneeketten dabei, aber gleich beim ersten Mal… Puuh, noch einmal Glück gehabt.

Lunis schlief dann den ganzen Weg nach Hause, es sind ja nur zwei Stunden bei unserer Womowohlfühlgeschwindigkeit. Angekommen fing er gleich damit an, mit seinem Playmobilwohnmobil eigene Abenteuergeschichten zu spielen