Testfahrt 5. Wieder mal in der Schweiz unterwegs

STEFAN:
Viel ist passiert, es ist Pfingsten vorbei und ich habe noch Ferien! Wir wollen mit dem Womo durch die Schweiz tingeln, bis nach Zermatt. Endlich will ich einmal das Matterhorn sehen! Auf dem Weg dorthin, wir wohnen ja nur 200 Meter von der Schweizer Grenze weg, wollen wir über den Zürichsee und Genfersee fahren und uns die Westschweiz ein wenig mehr erschließen. Mittlerweile haben wir schon einige Touren mit unserem Hymer unternommen, wir waren in Steckborn/CH oberhalb des Bodensees, in Bad Rapenau auf dem Weg nach Göttingen, dann am Edersee in Hessen und am letzten Wochenende unterhalb vom Säntis in der Toggenburg/CH. Wir wissen jetzt wie der Kühlschrank geht, wie man Scheibenwischerflüssigkeit richtig nachfüllt und über das Klo wollen wir erst einmal kein weiteres Wort verlieren . Oh yeah, Goofys forever!

Noch immer schlafen wir zu dritt unter dem Dach, und wir genießen es, autark zu stehen und für uns zu sein. Der Wagen hat seine Macken, er schluckt noch ein bisschen viel, und ich suche noch immer nach dem richtigen Gefühl für das Rückwärtsfahren. Vielleicht sollte ich mir doch endlich mal eine Rückfahrkamera anschaffen?

Dafür hatten wir unvergleichlich schöne Spots, wundervolle Abende und viele Momente des Einfachdaseins. Lunis hat von uns einen „Kleiner Maulwurfstuhl“ für den Campingtisch bekommen, Annette hat sich Stoff und Polster bestellt, und ich arbeite immerhin am Soundtrack auf meinem IPod. 

Mittlerweile haben wir auch eine tolle kleine Familie aus den USA gefunden, die in unsere Wohnung ziehen möchte, ich habe meine Sparkonten gekündigt und wir brauchen jetzt nicht mehr viel, damit es endlich losgehen kann! Vorher geht es jetzt aber erst einmal wieder in die Ferien…

Bon Voyage!

ANNETTE:
Nach einem Nachmittag am Zürichsee übernachten wir dann in Einsiedeln auf einem Parkplatz vor dem Klosterfriedhof. Abends sind alle Tagesparker weg und wir haben den Parkplatz mit super Aussicht auf die Berge für uns alleine.

Koordinaden: 47.129644, 8.758988

Die Schweizer  sind leider ziemliche Frühaufsteher, deshalb  war es am  morgen schnell voll auf dem Parkplatz. Also sind wir relativ früh nach unserer Joggingrunde aufgebrochen und Richtung Schwyz weitergefahren.  Dann weiter ins Muotathal (Der Roman von Peter Stamm „Weit über das Land“ hat uns dazu inspiriert).  Unser  ausgesuchter Wohnmobilcamping-platz war total überfüllt,  also sind wir einfach weiter ins Tal reingefahren. Leider wurde die Straße immer enger und es gab mehrere ziemlich brenzlige  Situationen mit dem Gegenverkehr. Wir haben uns dann einfach kurzerhand direkt an den Flus gestellt. Wie sich am Abend herausstellte war das ein echter Glücksgriff. Wir standen wieder mutterseelen alleine direkt an einem schönen rauschenden Fluss mit Blick auf die unverbaute Bergwelt.

Koordinaten: 46.950885, 8.825647

Uns hat es aber trotzdem nicht in Ruhe gelassen, wir wollten doch noch mal das Ende vom Tal sehen wenn wir schon so weit gefahren sind.  Wir sind dann am nächsten Morgen direkt mit der Sonne aufgestanden und sofort losgefahren mit der Hoffnung dass noch kein anderes Auto unterwegs ist.  Das hat zum Glück auch super geklappt und wir haben einen Parkplatz an der Seilbahnstation genommen.  Die Seilbahn  fuhr noch nicht, also hatten wir den gesamten Parkplatz wieder für uns alleine.  Nach einem wunderschönen Spaziergang im Talende haben wir noch gegrillt.  Es war gar nicht so einfach für zwei Grillunerfahrene das Feuer in Gang zu setzen.  Irgendwann ging es dann doch…..

Koordinaten: 46.913834, 8.846473

Am nächsten Morgen wieder das gleiche Spiel: Ganz früh aufstehen und losfahren, damit wir ja nicht zu viel Gegenverkehr haben. Wir hatten uns in der Nähe von Morschach einen Campingplatz auf einem Bauernhof ausgesucht. Lunis sollte auch mal auf seine Kosten kommen. Hätten wir vorher gewusst dass das Navi uns auf eine Ministrasse führt, wären wir anders gefahren. Man sollte dem Navi mitteilen mit welchem Gefährt man unterwegs ist. Am frühen Morgen schon mit den Nerven blank kamen wir aber dann doch noch an. Der Ferienhof lag auf einer Anhöhe mit super Blick auf den Vierwaldstätter See. Für Lunis gab es jede Menge zu Spielen und für uns war es auch mal ganz erholsam. Wir sind dann einfach 3 Tage geblieben, ein wenig Spaß gemacht werden zieren es zu spät gegangen, Seilbahn gefahren, laufen gegangen.  Es gab  Eier von Hühnern die wie Teddybären aussahen, Esel, Wildschweine, eine Schildkröte, Tauben, Herzen und natürlich einen Hofhund.

Koordinaten: 46.990270, 8.634001

Hier geht es zur Website vom Ferienhof: http://www.ferienhof-rueti.ch/

Bis Zermatt haben wir es  dann nicht mehr geschafft, die Woche war schon rum. Wir sind dann einfach wieder schnurstracks über den Zuger See (Dort haben wir uns noch einen schönen Tag gemacht) nach Hause gefahren.